Meine Lebensgeschichte

Meine Großeltern

Mein Großvater hieß Hermann Ringle und hatte zusammen mit seiner Frau Luise in Blieskastel ein kleines Lebensmittelgeschäft. Meinen Opa habe ich nie kennengelernt, da er schon vor meiner Geburt starb. Zu Oma Luise gingen wir als kleine Buben immer am Neujahrsmorgen Glühwein trinken.
Meinen Großvater mütterlicherseits starb auch vor meiner Geburt. Meine Oma hieß Hilda, und ich kann mich noch dunkel an sie erinnern. Sie wohnte bis zu ihrem Tod 1962 bei uns im Haus.

Kennenlernen meiner Eltern

Mein Vater Helmut Ringle hatte Schlosser gelernt und war am Wochenende mit seinen Kumpels öfters auf Tanzveranstaltungen gefahren. So kamen sie auch in die Pfalz und hier lernte er ein junges Mädchen, das ebenfalls mit Freundinnen tanzen ging, kennen. Das junge Mädchen hieß Helma und stammte aus Maikammer in der Pfalz.
Diese Clique trafen sich dann öfters, mal im Saarland, mal in der Pfalz.
Und mein Vater verliebte sich in Helma.

Im April 1954 heirateten die beiden, und kurze Zeit später war Helma mit mir schwanger.

Das Baugrundstück

Von seinem Vater Hermann, hatte mein Vater ein Grundstück in Blieskastel gekauft und begonnen, auf einem ehemaligen Sportplatzgelände ein eigenes Haus zu bauen. Viel Geld hatte man in diesen Jahren nicht, und so musste man einiges an Eigenleistung erbringen. Mein Vater erzählte mir, dass er auf dem Grundstück Gruben aushub, damit er den gewonnenen Sand für den Baumörtel gebrauchen konnte.

Während dieser Zeit wohnten die beiden in Alschbach bei der Schwester meines Vaters und deren Mann.

Ich komme auf die Welt

Am 15. Mai 1955, morgens gegen 8.00 Uhr war es dann soweit. Ich erblickte auf dem Küchentisch in Alschbach das Licht der Welt. Schon die Hebamme hatte mit mir Arbeit; denn sie musste die Geburtszange benutzen, damit ich auf die Welt kommen konnte. Eine Narbe über dem rechten Auge zeugt heute noch davon.

Taufpate und Taufpatin

Die Hebamme wurde auch meine Patin und mein Onkel Heiner mein Taufpate. Wieso die Hebamme? Meine Eltern erzählten mir später, dass dies das Ergebnis einer Wette war. Die Hebamme sagte immer, dass das Kind ein Mädchen werde, aber mein Vater wettete mit ihr, dass ich ein Junge werde. Falls die Hebamme verlieren sollte, dann würde sie Taufpatin des Kindes werden. Ich wurde ein Junge, und die Hebamme, Frau Bardo, wurde meine Taufpatin.

Meine Taufe

Getauft wurde ich am 05. Juni 1955 in der Pfarrkirche St. Sebastian in Blieskastel.

Meine Geschwister

Mein Bruder Klaus kam am 01.10.1956 auf die Welt und da meine Eltern doch immer noch ein Mädchen haben wollten, wurde meine Mutter 1959 wiederum schwanger. Am 22. März 1960 wurde das Kind geboren – wieder ein Junge -. Meine Eltern gaben ihm den Namen „Volker“.

Jetzt reichte es den beiden und so beschlossen sie, sich eine Pflegetochter zu nehmen. Aus Berlin kam dann 1965 ein Mädchen zu unserer Familie. Sie hieß Bärbel und kam im Alter von 18 Monaten zu uns. Meine Mutter sagte zwar: „hoffentlich keine Barbara!“ (Ihre Mutter hieß Hilda Barbara und ist schon im jungen Alter von 49 Jahren gestorben) Doch Bärbel wurde von uns allen herzlich aufgenommen und wie eine „echte“ Schwester behandelt.

Die Kindergartenjahre

Natürlich ging auch ich in den Kindergarten von Blieskastel. Hier lernte ich meine ersten Freunde kennen. Es waren Georg und Karl-Josef. Karl-Josef treffe ich auch heute noch ab und zu, denn er lernte auf der gleichen Bank wie ich; aber dazu später. Mit „Schorschel“ haben wir beide keinen Kontakt mehr. – Schade - Ich weiß nur, dass er Medizin studierte, und dass er sich in Blieskastel irgendwo niederlassen wollte. Auch auf den Klassentreffen habe ich Georg nicht gesehen.


(Fortsetzung folgt)